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Vodka: Mehr als ein Wässerchen

Vodka unterscheidet sich von anderen Spirituosen vor allem durch seinen fast neutralen Geschmack und das Fehlen von Fuselölen und Aromen. Er ist so klar wie Wasser und sein Name bedeutet aus dem Slawischen übersetzt "Wässerchen". So verwundert es auch nicht weiter, dass er in Russland oder Polen gerne pur als Begleitung zum Essen getrunken wird.

Seine besonderen Eigenschaften und der Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent machen ihn gleichzeitig zur idealen Basis für Cocktails und Longdrinks und verhalfen ihm zu einem Siegeszug in der westlichen Welt.

Wer hat's erfunden?

Unklar. Russland und Polen sehen sich als Wiege des Wodkas, der genaue Ursprung lässt sich nur schwer nachverfolgen. Klar wie Wodka ist aber die Tatsache, dass im 8. und 9. Jahrhundert in Osteuropa mit dem Brennen von Getreideschnaps begonnen wurde, vermutlich aus Roggen.

Aus dem Jahr 1405 stammt der erste urkundliche Eintrag über die Produktion eines Getränks namens Wodka im polnischen Sandomierz. Wenig später begannen auch die Schweden mit der Herstellung von Wodka. Die damaligen Brände hatten aber einen deutlich geringeren Alkoholgehalt als heutige Wodkas.

Was ist drin?

Bei der Wodkaproduktion werden je nach Hersteller und Region unterschiedliche Rohstoffe als Basis eingesetzt. Anders als beim Whisky oder Bier gibt es aber in der EU kein "Reinheitsgebot", das die erlaubten Zutaten für Wodka regelt. Und so werden neben den traditionellen Getreidesorten auch Kartoffeln, Zuckermelasse und andere vergärbare, organische Zutaten verwendet.

Hochwertige Wodkas legen aber Wert darauf, zu 100% aus Getreide hergestellt worden zu sein.

In Polen ist dies traditionell Roggen, in Russland Roggen und Weizen, in Finnland schwört man auf Gerste und in Schweden ist man stolz auf den heimischen Winterweizen.

Auch wenn Wodka meist als geschmacklich neutral beschrieben wird – die unterschiedlichen Getreidesorten wirken sich sehr wohl auf den Geschmack und den Charakter des Wodkas aus.

Noch stärker unterscheiden sich Wodkas auf Kartoffelbasis von Getreidewodkas. Um die Unterschiede zu erschmecken, kostet man den Wodka am besten pur und bei Zimmertemperatur.

Eine weitere wichtige Rolle bekommt auch das Wasser, mit dem der Wodka nach der Destillation auf Trinkstärke reduziert wird – es macht immerhin rund 60% der Zutaten aus. Um den klaren und reinen Geschmack des Wodkas nicht zu verfälschen, muss auch dieses Wasser frei von irritierenden Nuancen sein. Daher werben führende Wodkamarken gerne damit, dass sie besonders reines Gletscherwasser verwenden oder ihr Quellwasser aufwändig filtern.

Niederländischer Edel-Wodka auf Weizenbasis, Bild: Diageo

   Niederländischer Edel-Wodka auf
   Weizenbasis, Bild: Diageo

Wie wird's gemacht?

Zunächst wird aus Wasser und Getreide (oder einem anderen Rohstoff, z.B. Kartoffeln) eine Maische angesetzt und erhitzt. Nach der Zugabe von Hefe beginnt der Gärprozess und es entsteht ein alkoholisches Gemisch, zunächst mit einem noch relativ geringen Alkoholgehalt von rund 6-7 Vol. %.

Dieses wird darauffolgend mehrfach destilliert und so der Alkoholgehalt und die Qualität immer weiter erhöht.

Eine Besonderheit der Wodkaherstellung ist die darauffolgende Filterung. Der Wodka soll möglichst geschmacksneutral sein, was durch sorgfältiges Filtrieren mittels Aktivkohle erreicht wird.

Bei diesem Vorgang werden die Fuselöle so weit wie möglich entfernt und mit ihnen störende Geschmacksnuancen.

Eine anschließende Lagerung mit Reifung (wie z.B. beim Whisky im Eichenfass) ist beim Wodka nicht nötig, er kann kurz nach der Herstellung abgefüllt werden.

Perfekt für Cocktails

Während man ihn in Osteuropa gerne pur trinkt, ist der Wodka bei uns wegen seines neutralen Eigengeschmacks vor allem als Alkohollieferant für Cocktails und Longdrinks beliebt.

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Der Wodka-Boom in der westlichen Welt begann mit der Erfindung des Drinks "Moscow Mule". Dieser wurde in den USA in den 1940er Jahren von der Wodkamarke Smirnoff lanciert. Er besteht aus Wodka, "Ginger Beer"-Limonade, Limette und Eis. Er wird traditionell im Kupferbecher serviert, gerne auch mit Gurke.




Auch Screwdriver (Wodka mit Orangensaft), Bloody Mary (Wodka, Tomatensaft, Zitronensaft, Tabasco, Salz),

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Cosmopolitan (Wodka, Orangenlikör, Limettensaft, Cranberrynektar) oder Sex on the Beach (Wodka, Pfirsichlikör, Cranberrynektar, Orangensaft) sind beliebte und berühmte Drinks auf Wodkabasis.

© Getränkeland Wagner, Inh. Joachim Wagner e. K.