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Woraus trinken Sie Wasser am liebsten?getraenkewissen-mineralwasser-verpackung-content.jpg

Deutschland ist Mineralwasserland: Durchschnittlich 140 Liter des köstlichen Naturproduktes trinkt jeder Bundesbürger pro Jahr. Damit liefert Mineralwasser als Lebensmittel einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Typisch deutsch ist zudem eine Erfindung der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB): Die Mehrweg-Perlenflasche steht seit über 40 Jahren auf heimischen Tischen. Fast jeder der über 200 deutschen Brunnenbetriebe füllt seine Produkte in diese Design-Ikone.

Seit den 1990er-Jahren hat sich zusätzlich zum Glas ein neues Material für die Trinkwasser-Behälter etabliert: PET. Die Kunststoff- beziehungsweise Plastikflaschen haben den Markt nachhaltig verändert.

Zum bewährten GDB-System mit Glasflasche und brauner oder grüner Kiste sind seitdem mehrere Arten Plastikflaschen und Kistensysteme hinzugekommen. Beide Verpackungsarten haben ihre Vor- und Nachteile.

Wir stellen Ihnen hier die einzelnen Systeme vor. Egal für welche Art von Flasche Ihr Herz schlägt: Ihr GEFAKO Getränkespezialist hat sie alle.

GDB Glas-Mehrweg

Bei den gläsernen Mehrwegflaschen gibt es zwei Lager: die weiße Mehrwegflasche, auch Perlenflasche genannt, und die grüne Brunnenflasche. Die Perlenflasche hat ein Fassungsvermögen von 0,7 Litern. Sie dient meistens als Verpackung für natürliches Mineralwasser und Getränke auf Mineralwasserbasis. In die grüne Brunnenflasche wird medium und stilles Mineralwasser sowie Heilwasser abgefüllt. Sie fasst 0,75 Liter.

Händler nehmen die leeren Glasflaschen zurück und führen sie wieder den Mineralbrunnen zu. Dort werden die Flaschen gereinigt, einem Test unterzogen und neu befüllt. Eine Mehrwegflasche aus Glas absolviert durchschnittlich 40 solcher Umläufe. Jede Flasche ist mit einem Pfand in Höhe von 0,15 Euro (Stand 2014) belegt.

Vorteile:

  • sie können öfter befüllt werden als PET-Flaschen
  • sie sind geschmacksneutral, d.h. sie nehmen keine Aromen und Wirkstoffe auf
  • sie sind komplett dicht, so dass das Wasser keine Kohlensäure verliert.
  • sie sind stabiler Flaschen aus Plastik und können dadurch auch einen höheren Kohlensäuregehalt enthalten. Die Pendants aus PET können bei zu hohem Innendruck ihre Form verlieren.
  • sie können fast beliebig oft eingeschmolzen und wieder zu neuen Flaschen verarbeitet werden, ohne an Qualität zu verlieren.
  • Die Glasflasche steht für Regionalität und Umweltfreundlichkeit, da die meisten Brunnen sie nur in einem vergleichsweise kleinen Radius um ihren Betrieb herum vertreiben.

Nachteile:

  • die Herstellung von Glasflaschen ist energieintensiv.
  • da sie schwerer als Plastikflaschen sind, ist der Transportaufwand pro Getränkemenge im Vergleich höher. Für die wenigsten Brunnen lohnt sich daher ein überregionaler Vertrieb ihrer Produkte in Glasflaschen.
  • sie sind aufgrund ihres Gewichts schwer zu tragen.
  • sie sind zerbrechlich und darum für unterwegs oder für Kinder weniger geeignet als PET-Flaschen.

getraenkewissen-mineralwasser-verpackung-pet-mehrweg-content.jpgGDB-PET-Mehrweg

Als Flaschen aus Plastik zum Siegeszug in Deutschland ansetzen, mussten sich die Brunnen entscheiden, auf welches PET-Kastensystem sie setzen wollten. Die GDB entwickelte eine neue Einheitsflasche aus PET, die sich optisch an das Original aus Glas anlehnt.

Die Plastikflaschen aus PET gibt es in verschiedenen Größen. Sie besitzen ein Fassungsvermögen von 0,5 Liter bis 1,5 Liter. Genau wie Glasflaschen sind sie in Kästen im Handel erhältlich. Die Form ähnelt der gläsernen Perlenflasche, nur die 1,5 Liter-Flasche hat ein anderes Design und dient hauptsächlich als Behälter für Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Dieses Mehrwegsystem funktioniert ähnlich wie das der Glas-Mehrwegflaschen. Das Leergut gelangt über den Handel zu den teilnehmenden Mineralbrunnen. Diese reinigen die Gefäße gründlich, befüllen sie neu und führen ihre Produkte wieder dem Handel zu.

Da der Kunststoff schneller Gebrauchsspuren aufweist als Glas, durchläuft eine Mehrwegflasche aus Plastik diesen Vorgang ca. 10 Mal. Die einzelnen Flaschen sind mit einem Pfand in Höhe von 0,15 Euro (Stand 2014) belegt. Wie beim Glas teilen sich auch hier die teilnehmenden Betriebe eine einheitliche Flaschenform, sie unterscheiden sich nur durch die Etiketten und Deckelfarben.

Vorteile:

  • sie sind deutlich leichter
  • es besteht keine Bruchgefahr
  • ihr Transport verbraucht aufgrund des geringeren Gewichts weniger Energie

Nachteile:

  • sie sind nicht zu 100 Prozent gasdicht. Kohlensäure kann daher nach und nach entweichen.
  • sie lassen sich weniger oft wiederverwenden als Glasflaschen
  • das Mineralwasser in Plastikflaschen hat ein kürzeres Mindesthaltbarkeitsdatum
  • bei längerer Lagerung gibt PET Acetaldehyd in die Flüssigkeit ab. Die Menge ist für die Gesundheit völlig unbedenklich, kann jedoch den Geschmack etwas beeinflussen. Deshalb sollten Produkte in PET-Gebinden stets kühl-, licht- und frostgeschützt lagern.
  • PET-Mehrwegflaschen, die Limonade enthalten haben, eignen sich nicht mehr zum Befüllen mit Wasser.

PETCYCLE

Während in Bayern PET-Mehrweg dominiert, hat sich die Mehrheit der Brunnenbetriebe in Baden-Württemberg dem PETCYCLE-System angeschlossen, einer Gemeinschaft von Getränke-, Maschinen- und Verpackungsherstellern.

Auch bei diesem Mehrwegsystem werden die Flaschen in Kisten verkauft. Der größte Unterschied zum GDB-System: Jeder Brunnen hat seine eigene Flaschenform für Wasser und weitere Getränke. Zur Herstellung dienen "Preforms" – kleine Flaschenrohlinge, die aussehen wie Reagenzgläser mit Gewinde. Die eigentliche Flaschenform entsteht am jeweiligen Brunnen erst direkt vor der Abfüllung. Dazu werden die Rohlinge erhitzt und mit Druckluft aufgeblasen.

Verbraucher erhalten also bei jedem Einkauf eine neue Flasche, unabhängig davon, ob sie Wasser oder ein anderes Getränk kaufen. Das Leergut gelangt über den Handel zurück zu den Brunnen, die die Behälter zu Ballen pressen und an Recyling-Unternehmen liefern. Diese mahlen die Ballen und sortieren die Wertstoffe. Aus den sortenreinen PET-Flakes entsteht ein PET-Granulat, aus dem neue Preforms gefertigt werden. Der Kreislauf schließt sich beim Flaschenhersteller beziehungsweise beim Abfüller.

Vorteile:

  • der Käufer erhält jedes Mal eine neue PET-Flasche, hergestellt aus recyceltem Material .
  • es entstehen keine Einbußen bei der Qualität des Trinkbehälters.
  • wie alle PET-Flaschen sind sie leicht, nicht zerbrechlich und haben einen geringen Energieverbrauch beim Transport.
  • Einfache Pfandabwicklung durch Rückgabe in der Kiste.

Nachteile:

  • sie sind nicht zu 100 Prozent gasdicht, daher kann zum Beispiel die Kohlensäure nach einer gewissen Zeit entweichen.
  • Wasser in PET-Flaschen hat ein kürzeres Mindesthaltbarkeitsdatum
  • bei falscher Lagerung gibt das Plastik Acetaldehyd in die Flüssigkeit ab. Die Menge ist für die Gesundheit völlig unbedenklich, kann jedoch den Geschmack leicht beeinflussen. Deshalb sollten auch Produkte in PETCYCLE-Gebinden stets kühl-, licht- und frostgeschützt lagern.

PET-Einweg

PET-Einwegflaschen bestehen wie Mehrweg- oder PETCYCLE-Flaschen aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat. Als Behälter für Lebensmittel sind sie unbedenklich. Das Fassungsvermögen der Einwegflaschen umfasst die Spanne von 0,3 Liter bis 5 Liter. Nur ein Teil der leeren Flaschen gelangt in den Recycling-Prozess, andere dienen als Feuerungsmittel in Müllverbrennungsanlagen.

Im Jahr 2003 wurde in Deutschland für Einwegverpackungen ein Pflichtpfand von 0,25 Euro pro Einheit (Stand 2014) eingeführt. Die PET-Einwegflaschen sind meist als einzelne Artikel oder als in Folie eingeschweißte Verpackung mit 6 Einheiten erhältlich.

Vorteile:

  • sie haben ein geringes Gewicht.
  • es besteht keine Bruchgefahr.
  • ihr Transport verbraucht aufgrund des geringeren Gewichts wenig Energie.

Nachteile:

  • Das Aufbewahren und Zurückgeben der leeren Einzelflaschen am Automaten ist nicht so komfortabel und ordentlich wie bei kastenbasierten Systemen.
  • sie sind nicht zu 100 Prozent gasdicht. Kohlensäure kann daher nach und nach entweichen.
  • Mineralwasser in PET-Flaschen hat ein kürzeres Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • bei falscher Lagerung gibt der PET-Kunststoff Acetaldehyd in die Flüssigkeit ab. Die Menge ist für die Gesundheit völlig unbedenklich, kann jedoch den Geschmack etwas beeinflussen. Deshalb sollten Produkte in PET-Gebinden stets kühl-, licht- und frostgeschützt lagern.

PET oder Glas: Was ist besser?

Die einen lieben die unkomplizierte PET-Flasche für unterwegs und beim Sport, schätzen die Bruchfestigkeit, die Auswahl an verschieden großen Flaschenformen und natürlich die deutlich leichteren Kisten.

Die anderen trinken ihr Wasser am liebsten aus der Glasflasche, schwören auf deren Haptik und Qualität, schätzen die länger anhaltende Spritzigkeit ihres Mineralwassers oder die Tatsache, dass sie schneller kühl wird.

Einige Verbraucher haben zudem Bedenken, ob PET tatsächlich unbedenklich zum Lagern von Getränken ist, oder ob sich Stoffe aus dem Plastik lösen und ins Mineralwasser gelangen können – Stichwort: Weichmacher. Tatsächlich enthält PET weder Weichmacher noch Bisphenol A, das eine hormonähnliche Wirkung entfalten kann. Klarheit verschafft das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Letztlich ist die Wahl des Flaschenmaterial eine Frage persönlicher Vorlieben – also nicht „Entweder oder“, sondern „Sowohl als auch“.

© Getränkeland Wagner, Inh. Joachim Wagner e. K.